Tango

 

Der Tango kann vielseitig genannt werden, zum Beispiel als Internationaler Tango, Englischer Tango, Europäischer Tango, Ballroom Tango oder als Standard-Tango. Ballroom bezeichnet das englische Wort für Standardtänze. Er ist ein Turniertanz, ein Gesellschaftstanz und er wird paarweise getanzt. Mitglied der fünf Standardtänze, weltweit bekannt und nicht unwesentlich im Welttanzprogramm vertreten ist der Tango. Die Tanztechnik bei diesem Tanz ist Standard, man tanzt ihn zu Popmusik und Tango und der 2/4-Takt bzw. der 4/4-Takt sind die normalen Taktarten des Tangos.

 

Die Herkunftsländer sind hauptsächlich Frankreich, Argentinien und Großbritannien. Der Tanz, in seiner traditionellen Form,  ist in Europa um 1910 entstanden und die wohlhabenden Leute, aus der oberen Gesellschaftsklasse, haben dann, von ihren Reisen, aus zum Beispiel Buenos Aires den Tango Argentino nach Paris überliefert. Die in Paris herrschende Oberschicht, die relativ konservative eingestellt war, mochte den Tanz nicht besonders, denn er wurde als anstößig und wild empfunden. Das war auch der Grund weshalb sie die Verbreitung nicht noch weiter erhöhen wollten. Er wurde schließlich von britischen Choreographen an die Standard Tänze, die moralisch richtig waren, angepasst und so tanzbar für gemacht. Aus dieser Anpassung entwickelte sich dann der Internationale Tango, fasst so wie wir ihn kennen, denn er hat sich nur teilweise etwas verändert. Es wird von machen Choreographen behauptet, dass es falsch ist, wenn man sagt, dass der Internationale Tango vom Tango Argentino abstammt. Diese Behauptung liegt an den Namen und der verschieden geglaubten Herkunft des Tangos. Oft wird der Internationale Tango mit den Adjektiven, wie feurig und leidenschaftlich verbunden, denn er wird mit dem Schmerz und der Lust beim Geschlechtsakt verglichen. Der abrupte Wechsel von Bewegungsformen und des Tempos machen den Tanz für uns etwas aggressiver. Doch der Tango Argentino hingegen wird ausschließlich mit Zärtlichkeit verbunden. Seine gleichmäßige Schrittstruktur ist typisch für den Tango. Dort bleiben die Oberkörper den ganzen Tanz über ruhig und alle Figuren werden aus der Körperhaltung des Paares zueinander getanzt. Beim Tango steht die Dame etwas weiter links vom Herrn und er hat die Hand, nicht wie sonst auf dem Schulterblatt, sondern auf der Wirbelsäule. Die Dame legt auch ihre Hand nicht auf die Schulter des Herrn, sondern legt den Arm um den des Herrn und hakt sich in der Nähe der Achseln ein. Ein leichteres Führen und ein besserer Wechsel, in andere Promenaden, fallen dem Paar so viel leichter.

 

Der Tango ist ein Schreittanz und kein Schwungtanz. Zum Internationalen Tango wie auch zum Tango Argentinio wird Tango gespielt, doch die Musik beim Internationalen Tango erhält viele erkennbare europäische Einflüsse. Obwohl man den Tango zum 2/4 Takt und 4/4 Takt tanzen kann, gibt es doch Unterschiede zwischen diesen Taktarten. Beim 2/4 Takt wird jeder zweite Schlag stärker betont als die restlichen und beim 4/4 Takt ist es jeder vierter Schlag, der stärker betont wird. Je nach Turnierverband und Land ist es unterschiedlich wie schnell ein Tango bei einem Turnier getanzt wird. Normaler weise gilt: 31 – 33 Takte pro Minute (TPM) oder 124 – 132 Taktschläge pro Minute (BPM). Diese Ordnung gilt auch beim Deutschen Tanzsportverbandes und in diesem Rhythmus wird 1 ½ - 2 Minuten getanzt. Obwohl der Tango in allen Startklassen ausgeübt wird, gilt jedoch immer eine andere Kleiderordnung.